Willow
#action #abenteuer #apokalypse
Jägerin und Überlebenskünstlerin in einer lebensfeindlichen Welt voller Pilze und Sporen
„Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Entscheidung, dass etwas anderes wichtiger ist.“
Der Regen hatte schon seit Tagen diese feuchte Kälte mit sich gebracht, auch wenn die kürzer werdenden Stunden des Tages die Sonne noch einiges an Kraft besaß und ihr bestes tat um an der warmen Jahreszeit fest zu halten war es unabdingbar. Der Wechsel der Jahreszeiten konnte genau so wenig aufgehalten werden, wie die Flechten und Pilze, welche überall wuchsen. In diesen Tagen nur noch mehr, als wäre der Kampf der wärmenden Sonne ein Sinnbild des Kampfes der Menschheit. Er war zum scheitern verdammt.
Diese verdammte feuchte Kälte die in die Knochen kroch und sich dort nicht mehr vertreiben ließ. Es begann in den Füßen, egal wie gut das Schuhwerk war, sie kroch einfach durch die Sohlen. Sie arbeitete sich weiter vor. Langsam... stetig... unaufhaltsam in die Beine hinauf hin zu den Knien, die mittlerweile schmerzten. Dabei war es gar nicht so kalt, das man schlotterte. Es war einfach diese verfluchte Feuchtigkeit die es so unangenehm machte. Die dafür sorgte das die Regentropfen sich wie Nadeln auf der Haut anfühlten und die Gelenke der Finger sich wie geschwollen nicht mehr richtig krümmen ließen.
Willow hasste diese Jahreszeit. Nicht das es im Winter leichter wäre, doch der späte Herbst, wenn die bunte Blätterpracht schon fast gefallen war und sich das Land langsam darauf einstelle in eisigen Schlaf zu fallen war es körperlich viel anstrengender. Wenn erst der Schnee fallen würde wäre es nicht mehr so feucht. Kälter, ja, aber es war eine andere Kälte. Eine erträgliche. Und auch die Pilze und Flechten würden sich für einige Zeit eher zurück unter die Erde ziehen. Doch jetzt hatten die Pilze ihren perfekten Nährboden. Das gefallene Laub dämmte die Kälte und die verfluchte Feuchtigkeit tat seinen Rest.
Und trotzdem war sie hier draußen. Nicht, weil sie den Nervenkitzel suchte. Nicht, weil sie sich für unbesiegbar hielt, sondern weil es wichtig war. Weil es das war, was sie beitragen konnte.
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„Die Zukunft gehört denen, die der nachfolgenden Generation Grund zur Hoffnung geben.“
Gerüchteweise waren früher Themen relevant wie Klimaschutz, Finanzen und Schulbildung. Heute sieht es anders aus. Um der nachfolgenden Generation ein Fundament zu bauen bedarf es Ackerbau, Technisches Verständnis, Jagt, Handwerk und das Wissen wie man sich außerhalb der Siedlungen bewegen kann. Was es zu vermeiden gilt... wie man am Leben bleibt, das es überhaupt eine nachfolgende Generation geben kann.
Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und da man in der heutigen Zeit nicht die Ressourcen hat die Schwächen aus zu gleichen werden die Stärken dementsprechend geschult.
Willow versteht nicht viel von Handwerk, wenn man davon absieht das sie weiß wie man Fallen konstruiert, wie sie die Pfeile für ihren Bogen herstellt oder den Bogen selbst repariert oder ersetzt. Sie weiß, welche Holzarten am besten geeiget sind und wie sie diese für das gewünschte Ergebnis behandeln muss.
Auch der Ackerbau war nie ihres, da sagt man ihr einen braunen Daumen nach. Jedoch weiß sie verschiedene Kräuter zu unterscheiden und diese für rudimentäre Dinge ein zu setzen oder zu meiden.
Technik ist etwas, das sie nie verstanden hat. Es gibt ein paar wirklich schlaue Leute die die Überbleibsel der alten Welt verstehen und nutzbar machen können. Das war nie etwas, das Willow auch nur im Ansatz begriffen hat. Dafür hat sie gelernt Spuren zu lesen und sich fast lautlos und sicher auf fast jedem Terrain zu bewegen. So besitzt sie vielleicht keine akademische Schläue, weiß sich aber selbst zu helfen. Sie besitzt grundlegende Kenntnisse in erster Hilfe und was noch viel wichtiger ist: Sie weiß was ess- und jagdbar ist und um welche Kreaturen sie grundsätzlich einen Bogen machen muss. Wobei letzteres ein Wissensfeld ist, welches sich ständig erweitert, denn offenbar bringen die Sporen die Evolution auf ein nie gekanntes Maß der Kreativität und das in einer rasanten Geschwindigkeit. Und dies ist nicht einmal die einzige Bedrohung die außerhalb der kleinen Siedlung lauert...